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St. Petri - Gemeinde Hannover


Auf ein Wort



"Und als Jesus mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters."                                Apg 1, 4

Liebe Leserinnen und Leser,

das Titelbild zeigt das rechte Fenster in der Apostelkirche in  Arpke. Es verbindet zwei biblische Geschichten. Die Himmelfahrt Jesu und die Ausgießung des Heiligen Geistes. Das Fenster wurde von der verstorbenen Künstlerin Renate Strasser entworfen. Dargestellt sind sieben Personen: Symbol für die Fülle Gottes. Sie haben die Hände und Köpfe fest nach oben gerichtet - auf Jesus. Von ihm erwarten sie alles. Er schenkt ihnen den Heiligen Geist. Es ist ein Bild, das zwei Dinge für die Kirche klar macht: Erstens kommen wir als Menschen mit leeren Händen zu Gott; zweitens blicken wir in allem, was wir tun, fest auf Jesus.

  

Jesus hat jedoch die Amtsgeschäfte mit seiner Himmelfahrt nicht abgegeben. Der Kapitän ist nicht von Bord gegangen, sondern er hält das Steuer weiter fest in der Hand. Das bringt Jesus gegenüber seinen Aposteln schon vor seiner Himmelfahrt klar zum Ausdruck: Sie sollen auf die Sendung des Heiligen Geistes warten, der sie dazu befähigt, als Zeugen des Auferstandenen tätig zu sein.


Warten sollen die Apostel – sie können nicht selber loslegen. Sie sind darauf angewiesen, dass Jesus die Initiative ergreift, dass er sie ausrüstet. Gott hat seine Pläne mit seiner Kirche, die die Apostel nicht kennen können.

Gott weiß, wann und wo Zeiten  kommen, dass sein Reich sich an ganz verschiedenen Orten auf dieser Welt ausbreitet. Nach seinem Plan läuft das ab, nicht nach dem, was Menschen sich ausdenken. Wir sind als Kirche darauf angewiesen, dass Jesus seine Kirche lenkt. Die Zukunft der Kirche, ihr Wachstum, ihr Weg in dieser Welt liegt nicht in unserer Hand.

Was uns bleibt ist, genau den Ort zu beachten, wo wir den Heiligen Geist empfangen sollen und können. Damals hat Jesus den Aposteln befohlen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern dort auf das Kommen des Geistes Gottes zu warten.


Uns weist Jesus Christus nicht mehr nach Jerusalem; aber er weist auch uns an feste Orte, wo wir das Wirken des Geistes Gottes erwarten dürfen: Er weist uns an die Taufe. Er weist uns an sein Evangelium, das bei uns verkündigt wird. Er weist uns an sein Abendmahl. Jesus richtet keine Forderungen an uns. Er setzt uns nicht unter Druck, sondern er weiß: Menschen, die von ihm mit seinem Geist ausgerüstet sind, die werden ihren Mund nicht halten können. Die werden von ihm, dem auferstandenen Jesus Christus, reden, weit über Jerusalem und Samaria hinaus, weit auch über Hannover, Alfeld und Hildesheim hinaus. Was aus diesem Zeugnis wird, aus dem, was wir erzählen, das steht nicht in unserer Macht. Dafür bleibt er, Jesus Christus, der Herr der Kirche, allein zuständig.


Herzliche Grüße und Segenswünsche,     

                                       Pastor Jochen Roth